BUOA.DE spricht jetzt Yellow

Ganz am Anfang war es Wordpress, es folgte Contao. Das tat vergleichsweise lang einen guten und sicheren Job. Den anstehenden Umstieg auf Version 4 schob ich lange genug vor mir her – was die gefällte Entscheidung ermöglichte.

Mit Yellow betreibe ich bereits meinen Blog und das Einkaufsportal Oederwegffm.de. In diesen beiden Szenarien hat sich das „Flat File CMS“ als sehr robust, zuverlässig und – sehr wichtig – vorzüglich pflegbar erwiesen.

Yellow benötigt lediglich Platz. Für den Betrieb ist keine Datenbank erforderlich. Es kann Vieles (erst einmal) nicht. Und das ist gut so!

Gegen Contao ist Yellow ein Federgewicht. Jedenfalls was Installation und Code-Größe betrifft. Mittlerweile sind genau das die für mich ausschlagebenden Parameter:

  • Wozu tonnenweise Programmzeilen, Datenbank & Co. mit sich herumschleppen, wenn sich mit signifikant geringerem Aufwand das gleiche Ergebnis erreichen lässt?
  • Wie aufwändig ist der Betrieb des Systems?
  • Welchen Stress gibt es beim Update oder Umzug?
  • Welche Möglichkeiten habe ich für die Realisierung meiner eigenen Vorstellungen?

Was für Yellow spricht

Klare Strukturen
Mit der Struktur auf der Festplatte ist die Struktur der Webseite festgelegt.
Sehr schlank
Die ausgepackten Systemdateien benötigen knapp 500kB (kein Schreibfehler: KiloByte).
Ausgewogen
Pfiffiges PHP7 (!) baut aus einem genial einfachen Ansatz die komplette Webseite zusammen.
Portabel
Ein Umzug ist primitiv: Einpacken mit ZIP, am neuen Zielort auspacken – läuft.
Pflegeleicht
Die Inhalte liegen in Markdown-Dateien und können mit einem beliebigen Texteditor (oder dem integrierten) bearbeitet werden.
Bequem erweiterbar
Mittels schlauem Plugin-System lässt sich Yellow bedarfsweise erweitern und schleppt deshalb keinen unbenutzten Balast mit sich herum.

Der Umzug

Vorweg habe ich mir eine Stilvorlage erstellt. Die bestehende von Contao habe ich ignoriert, da es zu sehr auf Contao-Spezialitäten abgestellt war. Basis war ein angebotenes Theme („Stockholm“) von Yellow, dass ich zum „BUOA-Theme“ umgebaut habe.

Weil ich bewusst auf nachladende Schriften und (soweit möglich) auf Javascript verzichte, kann die Seite je nach Rahmenbedingungen etwas unterschiedlich aussehen. Allerdings ist das egal; hier geht es um Inhalte. Die aus der Contao-Installation habe ich sehr bequem mit MarkdownEdit in das Yellow-Format überführt. Dabei erwieß sich die Tastenkombination ALT V als extrem hilfreich: damit wird HTML aus der Zwischenablage in Markdown konvertiert.

Im Rahmen des Umzugs habe ich ein bisschen aufgeräumt. Bei diversen übernommenen Artikeln bin ich mir im Klaren, dass sie überholt sind. Weil das manchmal dennoch als Nachschlagewerk interessant sein kann, habe ich mir die Arbeit gemacht. Einige Artikel sind jedoch rausgeflogen, weil sie z.T. mittlerweile schlicht falsch sind. Da mich solche Seiten regelmäßig aufregen, will ich die selbst nicht anbieten.

Der Preis

Vor allem ein bisschen Zeit. Ich weiß es natürlich nicht, glaube jedoch, dass der Umzugsaufwand keinesfalls größer war, als er es für den Umzug auf Contao 4.x gewesen wäre. Natürlich ist die Methodik in Yellow gegenüber Contao rustikaler, da sind keine Helferlein, die mich bei der Seitenerstellung umsorgen. Genau so will ich es haben.

Ich packe einfach alles in eine (!) Markdown-Datei, gebe der im Kopfbereich ein paar Infos mit (sehr bequem mit Musterseiten oder den Schnipseln von MarkdownEdit organisierbar) und – bin fertig.

Das Herumgeklicke bei Contao für die Erstellung oder Wartung einzelner Artikel oder Seiten wurde mir zunehmend lästig. Bei Yellow lade ich die Bilder in das entsprechende Sammelverzeichnis, schreibe meinen Text mit den Links und kann mich so auf das Wesentliche – den Inhalt ­– konzentrieren. Sehr angenehm.

Der vermeintliche Komfort-Verlust stellt für mich den wesentlichen Gewinn bei Yellow dar.

Das Layout

So sah BUOA.DE bisher ausHier habe ich keine Experimente gemacht. Im Wesentlichen ist es gleich geblieben, lediglich klarer, weniger „Rumspielerei“. Einige Kleinigkeiten will ich noch nacharbeiten, sie sind jedoch für den Umstieg kein Hinderungsgrund. Also warum warten.

Natürlich werden jetzt erst einmal diverse Links aus Suchmaschinen ins Leere laufen. Ich habe überlegt, ob ich die alte Struktur übernehmen will und bewusst nein gesagt. Es gibt eine Suche, einen alphabetischen Index. Das sollte ausreichen.

Das neue Design ist schlichter und damit klarerKommentare sind willkommen. Statt aufwändiger Kommentar-Funktion nutze ich dafür das (leicht angepasste) Kontaktformular, das mir den Link der Seite mitschickt, die kommentiert wird. So kann ich sehr einfach meinen Sorgfaltspflichten als Seitenbetreiber nachkommen.