Ein Name nimmt Fahrt auf

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich mich sehr stark für „kivitendo“ engagiere? Das ist ein Open Source Produkt, für dass ich mir den Namen ausgedacht habe. Mit augenscheinlich durchschlagendem Erfolg.

Screenshot kivitendo-Site

„Früher“ hieß kivitendo «lx-Office» und dümpelte so vor sich hin. Auf der Suche nach einem webbasierten ERP-System bin ich vor ca. 3 Jahren über dieses Programm gestolpert, habe das Projekt realisiert und bin dann beim Hersteller als Produktmanager hängen geblieben (das ist die Kurzfassung, die als Erklärung ausreicht). In dieser Funktion gab es zur CeBIT 2012 einen Neustart, aus „Lx-Office“ wurde „kivitendo“. Klingt erst mal schön, hat ein „o“ am Ende, was offenbar gerade recht hipp ist, wenn man sich neue Webseiten ansieht (wobei das ein Zufall ist) und hat sogar eine Bedeutung. Das Wort ist Suaheli für „praktisch“. Was irgendwie passend ist. Weil die Webseite noch verfügbar war und das Wort mit Blick auf ein Produkt unbesetzt, waren die Voraussetzungen für ein „neues“ Produkt ausgezeichnet.

Jetzt, nach rund einem Jahr, bin ich doch etwas überrascht, welche Verbreitung kivitendo mittlerweile hat. Wie glaubwürdig bzw. aussagekräftig die Info ist, weiß ich nicht, aber bei „urlspion.de“ bewegt sich „kivitendo.de“ unter den Topp 100.000 Webseiten. Klingt erst einmal nicht sonderlich spannend. Für ein Open Source Projekt, dass kein Budget für bundesweite Plakat-Kampagnen hat und gerade einmal ein Jahr unterwegs ist, finde ich das jedoch durchaus bemerkenswert.

Sollte die Zählung stimmen, kommen über 400 Besucher täglich dort vorbei. Das macht mich schon ein bisschen stolz, macht mich aber gleichzeitig ein wenig nachdenklich. Denn wenn es so viele sind, die sich damit beschäftigen – es werden ja kaum jeden Tag dieselben sein – dann würde ich mir schon wünschen, dass es noch mehr aktive Nutzer im Forum gibt, als das aktuell der Fall ist. Ich verstehe auch nicht, weshalb es trotzdem schwer bis unmöglich ist, das Projekt mit Crowdfunding voran zu bringen. Denn auch Open Source Entwickler müssen das Brot im Laden bezahlen, also irgendwie Geld verdienen.

Wie dem auch sei: Erst einmal ist das ein gutes und erbauliches Signal, mit dem sich gut gelaunt die nächsten Schritte in Angriff nehmen lassen.