Hochauflösende Monitore

Die Zeiten des „hochauflösenden Monitors“ mit 1920x1050 Pixeln scheinen vorbei, wenn ich mir die aktuelle Entwicklung bei der Werbung durch Großhändler ansehe. Gegen aktuelle Angebote sind das Zwerge.

Wer gerade auf der Suche nach „mehr Pixeln“ ist, für den ist womöglich der LG 34UC87-B interessant. Ich bin drüber gefallen, weil mir der Großhändler meines Vertrauens mit einer entsprechenden Werbung versehen hat. Allerdings ist er bei Amazon günstiger als dort.

Das Teil ist ein 34-Zoll Monitor mit einer Auflösung von 3440x1440 Pixeln und die sind in einem Radius von 3,4m auf einem geschwungenen Display angeordnet. Was die runden Displays betrifft, bin ich bzgl. Fernsehern skeptisch; bei einem Arbeitsplatz-Monitor dieser Größe könnte ich mir jedoch durchaus vorstellen, dass eine gleichmäßige(re) Distanz zum Schirm bei dieser Größe durchaus angenehm sein könnte.

Der Hersteller verspricht „99% sRGB-Farbraum“. Das erscheint mir ziemlich sportlich, ist technisch jedoch vorstellbar. Einen Testbericht, der das bestätigt, habe ich allerdings nicht gefunden.

Aktuell arbeite ich an einem platten Monitor mit 2560x1440 Pixeln Dell U2713HM mit dem ich zufrieden bin. Da passen bequem zwei zwei DIN A4-Blätter in Originalgröße (!) drauf und es bleibt sogar noch drumherum Platz für das Programm-Fenster. Die Kopfbewegungen dafür halten sich im Rahmen. Bei rund einem Drittel mehr Breite stelle ich mir „in die Runde schauen“ ganz nett vor.

Von Dell gibt es mit dem UltraSharp U3415W ein Gerät mit für das Display identischen Daten, aber signifikant günstiger. Dafür ist er wahrscheinlich noch etwas wuchtiger auf dem Tisch, weil der Rahmen um das Display etwas breiter als bei dem LG ist.

Was nicht unterschätzt werden sollte, ist der Stromverbrauch. Die Teile saugen beide ca. 55 Watt, was sich auf rund 80 kWh im Jahr summiert. Klingt viel, ist nicht wenig, aber deutlich weniger als zwei Schirme mit geringerer Auflösung, die typischerweise jeder für sich kaum weniger verbrauchen.