Markdown Edit

Ich bin seit geraumer Zeit eingefleischter Nutzer von Markdown. Einige Editoren habe ich mir schon angesehen. „Markdown Edit“ könnte mein neuer Favorit werden.

Mittlerweile gibt es einige auf Markdown-Notation spezialisierte Editoren. Ich habe in der letzten Zeit mit WriteMonkey gearbeitet. Für den vollen Funktionsumfang muss man spenden. Dann werden einige schicke Funktionen verfügbar. Allerdings ist die Tastenbelegung etwas eigenwillig und nicht anpassbar. Der Nachfolger davon wird noch spezieller.

Deshalb schaue ich regelmäßig, wie sich das Angebot verbessert. Mit TEXTS ist eine Variante erschienen, die Markdown direkt in formatierten Text verwandelt. Allerdings ist die Einstellung unter Windows extrem speziell. Dafür müssen Konfigurationsdateien herunter geladen und in die Registry eingefügt werden. Für den Export muss Pandoc installiert sein. Nach 30 Tagen sind 19$ für den weiteren Betrieb nötig.

Haroopad aus Korea kann sicherlich einiges mehr, als ich nach kurzem Ausprobieren herausfinden konnte. Allerdings scheint dort die Windows-Lösung eingeschränktere Funktionen zu haben. Für mich ein k.o­. - Kriterium.

Nachdem jetzt ordentlich Spannung aufgebaut ist, wende ich mich endlich Markdown Edit zu. Dieser Editor hat mich sehr angenehm überrascht. Ohne Gewese gibt es eine deutschsprachige Oberfläche mit den wesentlichen Infos als Hilfe, ebenfalls übersetzt.

Besonders hervorzuheben ist, dass eine deutschsprachige Rechtschreibkontrolle aus dem Stand dabei ist. Das fehlt bei den meisten anderen. Dazu Export in PDF, docx (!), Integration von Bildern per Drag & Drop, schönes Code-Highlighting, sehr schön implementierten Snippetes, portabel nutzbar, … — und das uneingeschränkt kostenlos. Wobei um Spenden gebeten wird, was völlig in Ordnung ist.

Was für mich noch sehr wichtig ist: Die Wortzählung zählt die Worte, die am Ende sichtbar sind. Also ohne die Einfügungen für Links oder Bilder. Ich habe jetzt erst ein bisschen herumprobiert, aber es fühlt sich spontan sehr gut an. Mir gefällt „Markdown Edit“ ausgezeichnet, der Entwickler Mike Ward scheint da noch einiges vor zu haben und pflegt ihn.