Markdown fix erklärt

Markdown ist eine leicht erlernbare Auszeichnungssprache, die von John Gruber und Aaron Swartz entwickelt wurde. Sie ermöglicht ein schnelles Erfassen von einfachem Text, der dann von entsprechenden Werkzeugen beispielsweise in HTML-Code übersetzt wird. Sie basiert in den Grundlagen auf der Hervorhebung von Textteilen in einfachen Text-E-Mails. Mit Outlook und Co. ist diese Form des hervorheben ein wenig in Vergessenheit geraten, denn dort wird mit WYSIWYG1-Editoren dafür gesorgt, dass kursiv oder fett per Formatleiste eingefügt werden können. Früher hat man sich dafür in reinem Text mit Symbolen geholfen, die Textbereiche eingefasst haben oder Absätzen vorangestellt wurden. Genauso macht es Markdown. Streng betrachtet ist Markdown deshalb nichts Neues, sondern etwas vergleichsweise Altes, das zeitgemäß weiterentwickelt wurde.

Wozu das?

Jetzt mag sich die Frage einstellen, warum ich mich mit einfachen Sachen zufrieden geben soll, wenn es doch schon weiterentwickelte Möglichkeiten gibt. Darauf gibt es — je nach Sichtweise — mehrere Antworten.

  • Wenn ich schreibe, habe ich die Hände auf der Tastatur, also sind die Zeichenketten für die Formatierung in optimaler Reichweite. Ich kann das einfach so mit eintippen. Ich muss nicht zur Maus greifen, ich muss keine Sondertastensequenz auslösen, ich schreibe einfach munter vor mich hin.

  • Der erzeugte Text ist Klarschrift, d.h. da sind keine Steuerbefehle enthalten, die beim Import in ein anderes System womöglich Dinge auslösen, die ich nicht haben möchte. Womöglich wird eine Auszeichnung nicht so interpretiert, wie ich mir das wünsche. Aber der Text lässt sich problemlos überall hin übertragen. Die Auszeichnungen können dann ggf. mit Suchen und Ersetzen bei geringem Aufwand in die gewünschte Formatierung überführt werden.

    Damit ist ein problemloser Datenaustausch über Betriebssystem- und Programm-Grenzen hinweg möglich. Denn das Textformat ist das älteste überhaupt und wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch funktionieren, wenn diverse Dialekte, wie es beispielsweise HTML, RTF, XML u.a. sind, in der aktuellen Form womöglich gar nicht mehr gibt. Bemerkenswerterweise basieren die Letztgenannten konzeptionell auf dem Textformat, sie sind lediglich mit Formatbefehlen für die interpretierte Darstellung angereichert.

Und wie?

Vorweg werden die Optionen beschrieben, Beispiele folgen am Ende des jeweiligen Abschnitts.

Die Grundregeln sind bereits in der Einleitung angeklungen, die Elemente für einen schnellen und erfolgreichen Start in die Welt von Markdown werden im nachfolgenden Abschnitt behandelt. Darüber hinaus gibt es einige Erweiterungen, die deutlich komplexere HTML-Resultate ermöglichen. Diesen Ergänzungen, die mal mehr, mal weniger von Markdown-Editoren unterstützt werden, aber nicht zum von Gruber definierten Grundwortschatz gehören, werden hier teilweise ebenfalls vorgestellt.

Ob die Ergänzungen in der jeweils verwendeten Umgebung wie erwartet funktionieren, lässt sich durch ausprobieren am schnellsten herausfinden.

Absatz-Strukturen

Damit sind alle Auszeichnungselemente gemeint, die sich immer auf alles zwischen Anfang und Ende eines Absatzes beziehen. Ein Absatzende ist in Markdown typischerweise durch eine Leerzei


  1. WYSIWIG: What you see is what you get2 ↩︎

  2. Die Fußnote zu WYSIWYG enthält einen Hyperlink zu Wikipedia. Fußnoten werden nur teilweise und variierend in der Darstellung von den Interpretern unterstützt. ↩︎