Papyrus 8.5

Die neue Version von Papyrus hat einiges Neues, aber mir bringt das leider nichts.

Zu Atari-Zeiten waren Tempus-Word und Papyrus die Platzhirsche für Textverarbeitung. Im Gegensatz zu Tempus-Word hat Papyrus den Sprung über die Betriebssystemgrenze erfolgreich geschafft. Vor einigen Jahren bin ich mal wieder über Papyrus „gestolpert“ und begleite seither die Entwicklung als leidlich konsequenter Beta-Tester.

Das Kernproblem für mich ist, dass ich Papyrus – im Gegensatz zu Photoline – nicht für meine täglichen Aufgaben nutzen kann. Ich schreibe zwar viel, die von mir dafür gestellten Anforderungen werden von Papyrus jedoch leider nicht unterstützt. Das gilt bedauerlicherweise weiterhin auch für die neue Version 8.5 (Stand:09.04.2017).

Dennoch ist Papyrus ein spannendes und interessantes Produkt. Wer „nur viel Text“ schreiben muss (oder möchte) oder einen Roman erfasst, findet in Papyrus definitiv ein hochinteressantes Textwerkzeug. Es ist jedoch eine gewisse Leidensfähigkeit für die Lernphase erforderlich, denn das Programm hat seine Eigenheiten, die schon bei der Menüstruktur oder Bezeichnungen anfangen und es von den gängigen Alternativen Word & Co. abhebt. Ob wohltuend oder nervend, liegt im Auge des Betrachters.

Für mich war es bei einem diesem Text vorgelagerten Drei-Stunden-Test eher Letzteres. Intuitiv ist anders. Was mich dennoch nicht davon abhält, dran zu bleiben. Denn vielleicht werden meine wiederkehrenden Kritiken ja eines Tages erhört. Bis dahin muss Papyrus leider ein reines Testobjekt für mich bleiben.

Mein Testtext ist der Versuch, ein von mir bei Dokumentationen typischerweise verwendetes Format einzurichten und damit zu arbeiten. Das habe ich nach ca. 2,5h abgebrochen, weil erkennbar war, dass meine Anforderungen von Papyurs – leider – weiterhin nicht bedient werden.

Den „Testtext“ habe ich mit der integrierten PDF-Export-Funktion erzeugt und hier angehängt. Dabei hat sich leider ein schwerwiegender Effekt gezeigt: bei der verwendeten Systemschrift „Cambria“ werden die Umlaute (ä,ö,ü) falsch dargestellt: Die „Pünktchen“ werden versetzt dargestellt. Wie Papyrus das hinbekommt – keine Ahnung.

Kurze Betrachtung Papyrus 8.5 : PDF-Dokument, 156kB