Sonnenschirm-Ständer für große Schirme

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Erstellt: 20.05.2021 Lesedauer 3 - 4 Min.

Bei viel Sonne wächst der Bedarf an Schatten. Große Schirme gibt es zu durchaus akzeptablen Preisen. Bei den dazu passenden Ständern sieht das anders aus. Hier lohnt ein Selbstbau.

Im Grunde ist ein Sonnenschirm-Ständer ein großer Klotz mit einem Loch, in den die Stange des Sonnenschirms hinein gesteckt werden kann. Ausgehend von dieser Definition lässt sich mit ein paar Balken oder Brettern und einem Sack Fertig-Beton für kleines Geld ein Schirmständer bauen:

Aus ein paar dicken Balken wird ein Rahmen zusammen geschraubt. Diese sind 16x8 cm. Daraus ergibt sich die Kantenlänge des Ständers: 3 x 16 cm, denn der Ständer soll am Schluss mit drei weiteren Balken von oben „abgedeckt“ werden. Vorher wurden noch je zwei Löcher in die Längsseiten gebohrt, in die beim Zusammenbau „Baustahl“ gesteckt werden kann. Der Bohrlochdurchmesser wird durch den verfügbaren Baustahl vorgegeben.

Die hier verwendeten Balken waren vom Veranda-Bau „übrig“. Mit ihrem Eigengewicht haben sie einen maßgeblichen Anteil am Gesamtgewicht des Ständers. Hier passt das am Ende in die Gesamt-Optik. Grundsätzlich kann natürlich ein Kasten aus preiswerten Spanplatten gebaut werden, der den gleichen Zweck erfüllt (s. u.).

Der in die Konstruktion hinein ragende Teil wird später entfernt, weshalb er mit Alu-Folie eingepackt ist. Der hier gebaute Ständer fügt sich mit dieser „Aussparung“ später in die Veranda-Konstruktion ein. Deshalb wird diese Seite mit einer Zwinge zusammen gehalten.

Das Loch für die Schirmstange wird mit einem Plastik-Rohr freigehalten. Bei dieser Konstruktion wurden die Balken auf Sandboden gelegt, der im inneren Teil etwas aufgefüllt wurde. Das verhindert einerseits das Auslaufen des Betons, andererseits „schwebt“ der Beton später über dem Boden, nur die Holzbalken liegen auf. Das vereinfacht das „wackelfreie“ Aufstellen.

Das Plastik-Rohr steckt unten im Stand. Wenn die passende Lochsäge fehlt, lässt es sich ebenso gut mit drei Latten in der Mitte fixieren. Wichtig ist lediglich: Das Loch sollte später rechtwinklig zum Ständer sein, andernfalls steht der Schirm später schief.

Beton anrühren, ausgießen, aushärten lassen (ein Tag). Ein Sack Beton wiegt ca. 25 kg, die hier verwendeten Balken bringen am Ende ca. 15 kg zusätzlich, insgesamt wiegt der Ständer also rund 40 kg bei einer Höhe von ca. 25 cm.

Die Höhe ist gleichzeitig die Länge, die als Halterung für die Schirmstange verfügbar ist. Das ist relativ wenig. Falls der Schirm „frei“ stehen soll, sollte eine Stange mit einbetoniert werden, an der die Schrimstange weiter oben zusätzlich fixiert werden kann. Oder ein Eisenrohr mit einem geeigneten Innendurchmesser (statt Plastik-Rohr), was allerdings in den üblichen Sortimenten der Baumärkte schwer aufzutreiben sein dürfte. Es kommen Hebelkräfte ins Spiel, bei denen die Schirm-Rohre das schwächste Element sind. Ist die Führung sehr kurz, könnte das zu „Mastbruch“ führen.

Dieser Ständer fügt sich optisch in die (ebenfalls selbst gebaute) Veranda ein. Mit anderen Ausgangsmaterialien kann das entsprechend an die eigenen Anforderungen angepasst werden.

Wer mit Spanplatten eine später wieder entfernte Kiste baut, kann den Beton mit Pigmenten färben. Das kostet etwa das Gleiche wie mit Farbe anmalen, ist dafür dauerhafter und spart das pinseln. Ein reiner „Betonklotz“ muss – abhängig vom Schirm – eventuell etwas größer geplant werden, damit ca. 40 kg Ständergewicht erreicht werden. Mehr kann, muss jedoch kein Vorteil sein. Weniger reicht für kleine Schirme.

Im konkreten Fall dient das Veranda-Geländer als zusätzliche Fixierung. Der Schirmständer wird mit einem Klett-Band gegen „schwingen“ gesichert. Dieser ist ca. 4 m breit und 2,50 tief. Er steht absolut sicher, einziger „Schönheitsfehler“: Es fehlt eine integrierte Fixierung gegen „Drehen durch Wind“. Das erledigen die kleine Keile, die auf dem vorangegangen Bild zu sehen sind.

Weil hier „Reste“ verarbeitet wurden, lagen die Kosten bei ca. 8 € für Beton, Baustahl, Schrauben. Statt Balken könnte mit Schalbrettern eine vergleichbare Optik erreicht werden, die kosten im Baumarkt ca. 10 - 15 €.

Wenn ein „Betonklotz“ reicht, kann eine preiswerte Plastikwanne aus dem „Ein-Euro-Markt“ das formgebende Element sein. Darin wird der Beton lediglich länger zum Aushärten benötigen, also ggf. etwas mehr Geduld vor dem „ausschalen“ aufbringen.