Windows-Karten Offline-Trick

Die Offline-Karten für die Windows-Karten sind praktisch, aber auf dem Mobiltelefon mühsam, was den Download betrifft. Aber es ist Windows – da geht was!

Mein Lumia 640XL ist ein braves Arbeitspferd. Ich benutze sehr gern die „Windows-Karten-App“, die Microsoft frei Haus mitliefert. Der Versuch einer Google-Alternative führte zu massiven Störungen, weil die Offline-Karten nicht mehr gefunden wurden. Das Google-Derivat war schnell entsorgt, der verbogene Kartenpfad war hartnäckiger.

Ärgerlicherweise glaubte die Karten-App, dass es Offline-Karten gibt, mit denen konnte es aber nichts anfangen, sprich: keine Navigation mehr. Also schweren Herzens die Karten gelöscht und neu einrichten. Allerdings klappte auch das nicht, denn die Karten stoppen irgendwann mit der Anmerkung, dass es erst weiterginge, wenn alle Kartenapps geschlossen wären. Waren sie, was da „quer steckte“, hat sich mir nicht erschlossen.

Da das Karten-Herunterladen über WLAN mit dem Lumia grundsätzlich keine schnelle Sache ist (mein Kartenbedarf sind ca. 2 GB), fragte ich mich, ob das womöglich schneller und bequemer geht. Es geht:

  1. Karten-App auf dem Windows Desktop starten
  2. Da Einstellungen - Offlinekarten - Karten auswählen und die benötigten auf den Rechner ziehen. Bei mir mit 400MBit/s Downstream ging das ziemlich fix.
  3. Die SD-Karte aus dem Lumia rausziehen und das Verzeichnis vom Rechner auf die SD-karte kopieren. Das dauert – der SD-Karte geschuldet – etwas länger, ist aber deutlich schneller als mit WLAN-Transfer direkt auf das Telefon.
  4. SD-Karte wieder ins Lumia stecken, starten → tut wieder.

Ob die Kartenupdates jetzt ebenfalls laufen, weiß ich nicht, da muss ich mich überraschen lassen. Aber ich kann das Telefon wieder problemlos als Navi verwenden – wichtig für mich.

Auf dem Desktop-Rechner ist es ebenfalls unschädlich, die Karten-App mit Offlinekarten zu nutzen: das geht dann richtig flott. Was bei den Luftbildern bemerkenswert ist: leere Straßen in Berlin. Offenbar wurden Menschen und Autos „rausgerechnet“ statt der Unscharfmachung, wie es Google praktiziert.