emClient & NextCloud

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Erstellt: 01.04.2021 Lesedauer 1 - 2 Min.

Version 8.2 von emClient „kann“ NextCloud. Genauer: Anhänge lassen sich bequem direkt in die eigene NextCloud laden.

Das Hochladen umfangreicher Datenmengen, auf die lediglich per Link in einer E-Mail hingewiesen wird, ist keine Innovation. Das kann emClient (und andere E-Mail-Proramme) schon länger. Doch werden dabei – soweit mir bekannt – typischerweise lediglich Cloud-Systeme von Anbietern unterstützt, deren Server sich primär dort befinden, wo die DSGVO die Lagerung von (Kunden-)Daten untersagt.

Daher ist es hocherfreulich, dass beim emClient 8.2 nun neben Dropbox und GoogleDrive die eigene NextCloud (oder Owncloud) unterstützt wird. Die Verwendung ist denkbar einfach:

  1. EinstellungenE-MailAnhänge öffnen
  2. Dort bei Cloudspeicher-Anbieter auf Hinzufügen klicken und NextCloudauswählen
  3. Als Server-Host wird die Basis-Adresse der NextCloud eingetragen.
  4. Dann muss noch ein Login angegeben werden. Das Kennwort-Speichern sollte lediglich auf „sicheren“ Rechnern genutzt werden.

Das war es schon. Wenn jetzt eine „dicke Datei“ verschickt werden soll, wird die mit den bekannten Funktionen in die E-Mail eingefügt. Per Rechtsklick auf die Datei kann dort Hochladen in NextCloud … gewählt werden. Sobald die Datei hochgeladen ist, kann (optional) ein Passwort und eine Gültigkeitsdauer für diese Datei vergeben werden. Es sind daher mehrere Datei-„Anhänge“ in einer E-Mail möglich, die unterschiedlichen Schutz- und Verfügbarkeitsstatus haben.

Die E-Mail bekommt für jede über die NextCloud bereitgestellte Datei automatisch einen Eintrag, der den Link zur NextCloud enthält, sowie einen Hinweis auf den Passwortschutz und die Verfügbarkeit. Das Passwort muss entweder in der E-Mail angegeben werden (womit es dann auch weggelassen werden könnte…) oder in einer weiteren Nachricht bzw. per Telefon übermittelt werden.

In der eigenen NextCloud legt der emClient beim ersten Aufruf ein Verzeichnis em Client Anhänge an, in das alle so „verschickten“ Dateien hinein geschrieben werden. Bei intensiver Nutzung der Funktion muss dort deshalb gelegentlich mal aufgeräumt werden. Dafür muss man dann doch mal wieder die eigene Cloud öffnen.