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Heißluft-Eierkocher

tipps&tricks,gedanken,lifehack

Erstellt: 10.01.2023 Lesedauer ~2:10 Min.

Seit geraumer Zeit besitzen wir eine „Heißluft-Fritteuse“, liebevoll „Fritti“ getauft. Ein nützlicher, energiesparender Küchenhelfer. Manches muss man sich halt erst mal trauen…

Aufgeschlagenes, hartgekochtes Ei in einem roten, weißgepunkteten Eierbecher. 🔍
So sahen meine etwa aus – nur lagen Sie direkt auf dem Brot…

Mich trieb heute morgen die Frage um, ob sich Eier in Fritti hartkochen lassen. Die steht rum, statt Eierkocher aufbauen, Eier anstechen, … – viel Zusatzaufwand für zwei Frühstückseier. In der Mikrowelle gibt es ohne spezielle Behälter SauerEi, was ebenfalls Zusatzaufwände darstellt.

Das Schöne am Internet ist: Es gibt immer einen, der eine Idee schon ausprobiert und das der Welt mitgeteilt hat. Dabei machen viele keinen Unterschied, ob der Plan funktioniert oder man sich damit zum Horst gemacht hat. Was den Aufwand eigener Experimente erheblich reduziert oder direkt im Keim erstickt.

Eierkochen mit Heißluft? Geht prima!

Wer bei wem abgeschrieben hat, ist unklar. Das aus mehreren bemerkenswert gleichlautenden Artikeln erworbene Wissen für „gekochte Eier“ wurde mit einem Selbstversuch bestätigt. Dabei war ich mutig und habe die Rahmenbedingungen verschärft: In den Anleitungen ist immer von „dem“ Ei die Rede. Mein Versuch fand direkt mit zwei Eiern statt. Mit weiteren wird es mutmaßlich genauso klappen, wobei sich das wahrscheinlich mehr oder minder stark auf die „Garzeit“ auswirkt: Je mehr kalte Eier aus dem Kühlschrank den Garkorb bevölkern, desto länger wird das „auf Temperatur bringen“ dauern.

Wer zwecks besserer Schälbarkeit „abschrecken“ will: Wie gut sich gekochte Eier schälen lassen, ist allein eine Frage ihres Alters:

Eier abschrecken dient nur zum Stoppen des Garvorgangs für „weiche“ Eier, die anschließend sofort verzehrt werden.

Sollen „hartgekochte“ Eier gelagert werden, ist Abschrecken kontraproduktiv: Das erzeugt Mikrorisse in der Schale, die Keimen die Tür öffnen.

Tipp

Mit einer silikonbeschichteten Küchenzange lassen sich die Eier sehr bequem aus dem heißen Korb holen.

Nachfolgende Abwandlungen sind (noch) ungetestet, doch weil keine Flüssigkeiten in einem fragilen, geschlossenen Körper (= Ei) erhitzt werden, ist das sehr nah am „offiziellen“ Einsatzzweck von Fritti:

„Rührei“

Ei(er) in einen geeigneten Behälter schlagen und bei 140° ca. 6 Minuten garen, anschließend rühren. Die Konsistenz lässt sich mit Variation der Garzeit steuern, gegebenenfalls mit einem Nachschlag nach dem Umrühren.

„Spiegelei“

Wie kochen, halt ohne Schale in einer hitzefesten Schale bei 170°.

Das Bild stammt von Pixabay.