Typora zum Briefe schreiben?←▼→Worttrennung von Internet-Seit…

PERIBOARD-535BR

desktop,werkzeuge,tipps&tricks

Erstellt: 30.11.2023 Lesedauer ~3:50 Min.

Für einen 10-Finger-Schreiber stellt die Tastatur die wesentliche Schnittstelle, das relevanteste Werkzeug für die Kommunikation mit dem PC dar. Deshalb gibt es die immerwährende Suche nach „DER“ Tastatur.

In diesem Artikel verwendete Links zu den Produkten sind KEINE „Affiliate-Links“ zur Monetarisierung: So lässt sich lediglich schnell feststellen, wovon die Rede ist und ob das Produkt (noch) verfügbar ist.

🔍 „Sowas“ kann ich bedienen:
10-Finger-Schreiben habe ich „mechanisch“ erlernt.
„Sowas“ kann ich bedienen:
10-Finger-Schreiben habe ich „mechanisch“ erlernt.
Der bisherige Kandidat, das Microsoft Ergonomic Keyboard, war das Ergebnis der letzten Suche. Dort machen sich mittlerweile deutliche Abnutzungserscheinungen bemerkbar. Die setzten bereits wenige Wochen nach der Anschaffung ein: Die ersten Buchstaben verblassten deutlich. Es sind zwar noch alle Tasten beschriftet, doch bei einigen hilft das Wissen ungemein, wie die Taste heißt. Dazu kommt regelmäßig der Eindruck, einzelne Tasten würden beim Drücken „verkanten“. Zumindest erfordert es gelegentlich etwas mehr Nachdruck und präziseren Anschlag, damit die Taste liefert, was draufsteht. Es gibt jedoch keine Korrelation zwischen verschwindendem Aufdruck und Funktionszuverlässigkeit.

Die Alternative Periboard 512 war zwischenzeitlich nur zu absurden Konditionen käuflich. Verfügbarkeit und Preis sind zwar mittlerweile wieder in der Normal-Zone angekommen, doch es bleibt der Grund des Austauschs: die Geräuschkulisse. Die neuerliche Suche führte mich zur Titel-gebenden Tastatur. Sie wird von Perixx als „leise, taktile Tastatur“ beworben. Gegenüber anderen Tastaturen von Perixx (und anderen) entspricht das Layout, wie das Ergonomic Keyboard, weitestgehend dem „alten IBM-Design“ ohne verkleinerten Tasten, „kreativer“ Anordnung von Sondertasten oder variierenden Tastenabständen.

Beim direkten Wechsel vom MS-Keyboard zum sofort ausgepackten Periboard gibt es spürbare Unterschiede: Es ist deutlich leiser, es fühlt sich wertiger an und spürbar weniger Kraft erforderlich, weshalb die ersten Minuten (beim Schreiben dieses Artikels) der Eindruck von „schwammig“ entstand. Tatsächlich ist der Druckpunkt präziser, dafür „weicher“, bei kürzerem Weg. Die Umsetzung dieser Erkenntnis wird noch eine Weile dauern. Aktuell dreschen die Finger noch …

Zwei seltsame Tasten oben rechts sind irritierend: Win und Mac. Mir ist niemand bekannt, der seine Tastatur an verschiedenen Rechnern betreibt und sie dafür immer mitnimmt. Einen Schalter zum Einstellen an der Unterseite wäre nachvollziehbar. Tasten auf der Oberseite, die Funktionen ändern können, ohne dass dies für den jeweiligen Rechner einen Mehrwert darstellt, weniger. Immerhin zeigen Statuslämpchen an, was gerade gewählt wurde. Die Bedeutung muss sich noch erschließen. Zusätzlich gibt es „Marko-Profile“, die eine Zuweisung von Tastensequenzen auf Tasten ermöglichen. Das Beispiel, der Taste Q die Sequenz STRG C zuzuweisen, gibt mir zwar eine Idee, welche Hilfe das für einzelne Programme sein kann. Doch das klappt dann nur mit dieser Tastatur – ob das so schlau ist, muss jeder für sich entscheiden.

Wie rubbelfest die Beschriftung ist, wird sich zeigen. Sie ist ertastbar. Trotz des soliden Preises ist es keine Prägung, sondern satt aufgetragene Farbe. Für eingefräste Buchstaben wird augenscheinlich auch bei dieser Tastatur keine den Aufwand rechtfertigende Lebenserwartung vom Hersteller erwartet. Abgesehen von den Makro-Tasten ist die Tastatur unbeleuchtet. Was für den üblichen Gebrauch an einem ordentlich ausgeleuchteten Arbeitsplatz kein Mangel ist.

Zwei unterschiedlich hohe Klappfüße vorne ermöglichen die Anpassung des Neigungswinkels für die Handballenauflage. Das Microsoft-Keyboard konnte mit einem anklippbaren Plastikteil auf eine Höhe eingestellt werden, die mir persönlich unangenehm war. „Ohne“, mit ein paar losen Gummi-Unterlagen, kam ich besser damit zurecht. Die letzten Monate lag es ohne Anhebung auf dem Schreibtisch, was sich bei längeren Sitzungen in den Handgelenken bemerkbar machte. Im direkten Vergleich entsprechen sich die Tastaturen bei eingeklappten Füßen. Die Höhe der „kleinen“ Füßchen am Perixx war spontan angenehm: Die Handauflage liegt beim Nummernblock nahezu waagrecht, die Tasten fallen insgesamt leicht nach hin ab. Unbewusst reduzierte sich mit der Wahl dieser Einstellung der Krafteinsatz beim Schreiben. Die Tastatur wird leiser, die Finger flinker.

Bis zu diesem Absatz haben sich die Finger bereits sortiert und finden sich sehr gut auf der Tastatur zurecht. Subjektiv fühlt sich die Benutzung souveräner als mit dem MS-Keyboard an. Der anfänglich irritierenden Erhabenheit der Tasten hilft mittlerweile bei der blinden Orientierung. Sie könnte darüber hinaus ein Vorteil beim Reinigen sein, wenn keine Krümel in Spalten zwischen Taste und Tastaturgehäuse fallen können. In die Tastenmechanik werden Krümel mutmaßlich nur mit „hinein wischen“ gelangen: Die Tasten decken sie wie Schirme ab. Das macht „hineinfallen von etwas“ unmöglich.

Ob der Neuerwerb den aufgerufenen Preis wert ist, werden die nächsten Wochen zeigen. Bei Amazon war sie zwar etwas teurer als beim Hersteller, dafür wurde mir eine Rückgabefrist bis Ende Januar eingeräumt. Das ist reichlich Zeit für eine Einschätzung. Sollte sich der erste Eindruck erhärten, habe ich eine neue Lieblingstastatur.