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WSL Setup (für Yellow)

desktop,linux,windows,yellow

Erstellt: 17.10.2020 Aktualisiert: 22.02.2021 Lesedauer 4 - 5 Min.

Das W indows S ubsystem L inux auf einem Windows 10(x64)-Rechner installieren und — optional — die erforderlichen Schritte zur Entwicklung von „Yellow“-Webseiten damit.

Bis Ende 2020 war Yellow das preferrierte CMS für viele von mir erstellte und betreute Webseiten. Durch wiederholt undokumentierte Änderungen, die keine Abwärtskompatibilität hatten, sowie einen für ein kooperatives Team unangemessenen Umgang hat es sich für den ernsthaften Einsatz für Webseiten leider disqualifiziert.

Die Anleitung für die Installation von WSL kann dennoch für andere Zwecke nützlich sein.

Die nachfolgende Beschreibung ist im Wesentlichen als „Liste zum Abarbeiten“ gedacht und auf das (subjektiv) Nötigste reduziert, ohne tiefergehenden Erklärungen. Grundsätzlich gilt:

Wichtig: Auf Fehlermeldungen achten und ggf. beheben.

Sie ist mittels wiederholten Ausprobieren und herantasten entstanden und hat auf zwei Rechnern (Desktop und Laptop) zum Erfolg geführt. Es funktioniert zwar alles, doch mangels tiefergehendem Linux-Wissen, fehlen womöglich noch zweckmäßige, sinnvolle oder gar notwendige Hinweise. Deshalb:

Hinweise zur Verbesserung sind willkommen.

Am Ende des Artikels sind die wesentlichen Quellen aufgeführt, aus denen diese „Checkliste“ extrahiert wurde.

WSL installieren

dism.exe /online /enable-feature /featurename:Microsoft-Windows-Subsystem-Linux /all /norestart
dism.exe /online /enable-feature /featurename:VirtualMachinePlatform /all /norestart
wsl --set-default-version 2

Konsole konfigurieren

Diese Einstellungen sind für die nachfolgenden Schritte (wg. „reinkopieren“ und „was hab ich schon gemacht“) zweckmäßig. In den Linux-Konsole-Eigenschaften (Rechtsklick oben auf den Fensterrahmen):

Die Konsole merkt sich das dauerhaft.

Linux einrichten

sudo apt update
sudo apt upgrade

Das sollte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Linux zurücksetzen

Eine „zerspielte“ Linux-Installation kann in Windows mit →Apps & FeaturesUbuntuErweiterte OptionenZurücksetzen wieder in den Zustand ab „Benutzerkonto einrichten“ zurückgesetzt werden.

Eventuell muss nach dem Zurücksetzen über den Store (s.o.) neu installiert werden (wenn Ubuntu aus Apps & Features verschwindet). Das erneute Herunterladen entfällt, wenn keine neuere Version vorliegt.

Lamp-Server („localhost“) installieren

sudo apt-get install lamp-server^

→ Das »^« ist relevant: Ganzes Paket „in einem Zug“

Apache Konfiguration anpassen

Grundlegendes Verhalten des Apachen definieren.

sudo nano /etc/apache2/apache2.conf
<Directory /var/www>
  Options -Indexes
  AllowOverride All
  Require all granted
</Directory>
 
AcceptFilter http none
AcceptFilter https none

Webserver starten

sudo service apache2 start
localhost

Wenn die „Apache2 Ubuntu Default Page“ kommt, hat alles geklappt.

Aufrüsten für Yellow

Die nachfolgenden Befehle in der Linux-Konsole installieren alles, was für den Betrieb von YELLOW erforderlich ist. [Y/n] mit Enter bestätigen, Passwort – wo gefordert – eingeben, eventuelle Fehlermeldungen beachten:

sudo apt install libapache2-mod-php php-curl 
sudo apt install php7.4-gd 
sudo apt install php7.4-mbstring
sudo apt install php7.4-zip
sudo apt install php7.4-xml
sudo a2enmod rewrite

Jetzt muss der Apache (wie angegeben) neu gestartet werden.

Eigene Webseiten erstellen

In der Linux-Konsole den Ordner html für den Explorer beschreibbar machen und ihn damit öffnen:

cd /var/www
sudo chmod -R 0777 *
sudo chmod -R a+rw *
explorer.exe . ← Punkt = „hier' öffnen

Alternativ kann das Verzeichnis im Explorer navigiert werden:

Netzwerkwsl$Ubuntu-20.04varwwwhtml

Zone.Identifier

Beim Kopieren von Daten aus Windows in das Subsystem werden typischerweise Meta-Daten für die Vertrauenswürdigkeit von Dateien mit …Zone.Identifier-Dateien angelegt. Sie werden erst sichtbar, wenn nach dem Kopieren der Ordner aktualisiert wird (Verzeichnis im Explorer anklicken). Das lässt sich vermeiden:

Die so behandelten Dateien sind dauerhaft aus dem Sicherheitsmodell ausgeklammert, das ist unumkehrbar. Also nur auf Dateien anwenden, die als „verbindlich sicher“ eingestoft werden können (ggf. vorher mit Virenscanner untersuchen).

Wurde diese „Vertraulichkeit“ auf eine ZIP-Datei angewandt, gilt das gleichermaßen für alle daraus ausgepackten Dateien.

Die .Zone.Identifier-Dateien machen z.B. Stress beim Packen von Zip-Dateien. sollte es da Probleme geben, hilft ggf ein

find /var/www -iname "*identifier" -delete

in der Linux-Konsole weiter. Das geht erheblich einfacher, verlässlicher und vor allem schneller als eine Suche im/mit dem Explorer.

Yellow-Dateien kopieren

Wahlweise das heruntergeladene ZIP oder die ausgepackten Dateien in das HTML-Verzeichnis kopieren und in der Linux-Konsole Schreibrechte einrichten:

cd /var/www
sudo chmod -R a+rw *

Jetzt sollte

Faustformel: Wenn der Explorer zickt, sind es fast immer ausschließlich Rechte-Probleme. Dann vorzugsweise in das darüber liegende Verzeichnis gehen und mit sudo chmod -R 0777 <em> und/oder sudo chmod -R a+rw </em> die erforderlichen Rechte holen.

Mit diesen Einstellungen ist das damit behandelte Verzeichnis (hier: localhost) „sperrangelweit offen“. Daher muss dieser Ordner von außen unerreichbar sein!

Wem das zu riskant ist, kann alternativ von der Linux-Konsole aus die Dateien vom Windows-Rechner in das Verzeichnis kopieren.

Sicherung der Instanz anlegen (optional)

In der Powershell

wsl --export Ubuntu-20.04 [Pfad/Dateiname.tar]

ein Backup „bis hierhin“ sichern. Dieser Export kann mit

wsl --import Ubuntu-20.04 [Pfad/Dateiname.tar]

wieder hergestellt werden. Unter dem vorherigen Namen kann es nur importiert werden, wenn die gleichnamige (zerspielte) Instanz abgehängt wurde:

wsl --unregister Ubuntu-20.04

Eine importierte Instanz benötigt eine „eigene Kachel“.

Quellen

129.02.2024: Quelle nicht mehr verfügbar