emClient und NextCloud

Mein Baïkal-Server ist in die Jahre gekommen, NextCloud hat sich zwischenzeitlich als „das bessere OwnCloud“ bewiesen. Ein Versuch lag auf der Hand.

Nach meinen fast schon traumatischen Erfahrungen mit OwnCloud und dem Wechsel zu Baïkal war das Thema Termine und Kontakte synchronisieren im Grunde erledigt. Alles lief zufriedenstellen ohne Aufwände und stabil. So wie es eben sein soll. Was mich jedoch in den letzten Monaten immer mehr umtrieb war die Tatsache, dass diese Lösung nun rund fünf Jahre ohne Sicherheitsupdate läuft. Konstellationsbedingt war das zwar tendenziell unkritisch, doch „irgendwie“…

Also habe ich mir meine Möglichkeiten angesehen. Dazu gehörte – trotz anfänglicher „Nackensteife“ – NextCloud. Das ist zwar aus OwnCloud hervorgegangen, doch ist es nach langem kritischen Testen von der Erbschuld befreit: Projekt-Installationen funktionieren seit rund vier Jahren reibungslos. Keine traumatischen Erlebnisse bei Updates. Die machen genau das, was ein Nutzer davon erwartet: Eine laufende Instanz aktualisieren ohne sie abzuschießen. Insbesondere darin installierter Anwendungen. Was daran liegen könnte, dass es ein An­wen­dungs­sor­timent gibt, das „offiziell“ gepflegt wird. Darunter „Contacts“ und „Calendar“.

Die Einrichtung zusätzlicher „Apps“ läuft reibungslos, daher ist Ausprobieren mühelos möglich. Ein über mehrere Wochen betriebenes „CalDAV-Testkonto“ lief genau so, wie es laufen soll: völlig stressfrei.

Die Einrichtung dafür war so simpel, dass es fast schon weh tut:

  1. In NextCloud die Apps „Calendar“ und „Contacts“ installieren
  2. In NextCloud im Kalender auf „Einstellungen und Import“ klicken, ganz nach unten „iOS/macOS CalDAV-Adresse kopieren“
  3. Im emClient ein neues „Kalender“-Konto vom Typ „CalDAV“ einrichten
  4. Dort die kopierte „Kontoadresse“ einfügen, Benutzername, Kennwort.
  5. Fertig.

Damit sind über ein Konto sowohl Kalender als auch Kontakte verknüpft – bei Baïkal waren zwei Konten im emClient erforderlich – was mich anfänglich irritierte.

  • Das hat mit emClient 7 funktioniert, das Update auf Version 8 hat die Einstellungen reibungslos übernommen.
  • Es lief bereits mit NextCloud 17,das zwischenzeitliche Update auf Version 18 war „ereignislos“.

Ein wirklich angenehmer Nebeneffekt ist der Zugriff auf den Kalender und die Kontakte über den Browser. Zwar sind beide Datenquellen natürlich auf das Mobiltelefon synchronisiert: Darum geht es ja letztendlich. Doch wer das mal vergisst (oder bewusst zu Hause lässt…), kann nötigenfalls über die NextCloud trotzdem bequem darauf zugreifen.

NextCloud bietet darüber hinaus einen E-Mail-Client an. Doch E-Mails sind ein primäres Einfallstor von „bösen Menschen“, weshalb mir in meinem Fall eine Trennung zweckmäßig erscheint. Die Post wird über ein unabhängiges E-Mail-Konto verwaltet, das mit entsprechenden Mechanismen zur Spam-Abwehr etc. ausgestattet ist. Von dort zur NextCloud die wiederum mit dem emClient und Mobiltelefon synchronisiert, erscheint mir als „über Bande spielen“ ohne Mehrwert. Daher fehlen für diese Erweiterung Erkenntnisse – wer welche hat: ich bin ganz Ohr… .

Das Bild ist eine Kombination aus der „NextHub“-Grafik sowie dem emClient-Logo.